Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel kurz kommentiert
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Glaubensbekenntnis |
Kommentar |
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Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. |
Dieser Satz möchte nicht der heutigen Wissenschaft von der Entstehung der Erde widersprechen. Der Satz möchte aber sagen, dass Gott der letzte Grund und das Ziel der Welt ist, und das ER sie im Sein hält. |
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Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott von wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch ihn ist alles geschaffen. |
Für Christen ist der Glaube an Jesus Christus wesentlich. Die Worte: "geboren vor aller Zeit", "Licht vom Licht" sind eindeutig BILDER. Die wesentliche Glaubensaussage ist, dass Gottes Sohn schon von Ewigkeit her beim Vater da war , dass Jesus Christus wirklich die uns zugewandte Seite Gottes ist, dass sich in Jesus Christus Gott uns wirklich gezeigt hat und dass wir Gott verehren, wenn wir Jesus Christus verehren. |
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Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. |
Die wesentliche Aussage ist hier, dass Gott die Menschen nicht allein lassen wollte, sondern dass er sie so liebte, dass er sich uns in einem Menschen, in Jesus Christus, gezeigt hat. Das Dogma von der Jungfrauengeburt, will vor allem sagen, dass Gott mit Jesus einen ganz neuen Anfang für die Menschen gemacht hat. |
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Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, |
Die historischen Fakten sind klar. Deutungsbedürftig ist allein das "für uns". |
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ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters |
Das Ereignis der Auferstehung ist theologisch mit der Himmelfahrt gleichzusetzen. Die Auferstehung war nicht fotografierbar. Auferstehung und Himmelfahrt sagen dasselbe: Jesus Christus ist nicht im Tod geblieben sondern er lebt nun (wieder) bei Gott. |
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und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. |
Christen glauben, dass die Welt einmal ein Ende haben wird, und dass dann auch aller Ungerechtigkeit von Gott her ein Ende bereitet wird. |
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Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten |
Wir sprechen manchmal von einem guten Klassengeist, von Gruppengeist oder von Begeisterung. Ein guter "Geist", eine "Begeisterung" können viel bewirken. Schwierig ist es, sich den Heiligen Geist als "Person" vorzustellen. Aber: Auch wenn wir uns Gott Vater als "Person" vorstellen, ist das nur ein Bild, das dem, was Gott ist, nicht gerecht werden kann. |
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und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. |
Katholisch bedeutet einfach nur: allgemein. Das Wort darf nicht dazu benutzt werden, etwa die evangelische Kirche als "falsche" Kirche zu bezeichnen. |
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Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. |
Die Taufe kann nicht wiederholt werden. Durch die Taufe wird der Mensch in eine Gemeinschaft aufgenommen, die sich als von Gott befreite versteht. Allerdings ist zu kritisieren, dass diese Befreiung (Vergebung der Sünden) im christlichen Alltag oft kaum sichtbar ist. |
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Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen |
So wie Christus nicht im Tod geblieben ist, hoffen auch Christen, dass sie eines Tages in einer neuen Welt bei Gott leben werden. |